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Herbst-Tagundnachtgleiche

Ursprung

Die Herbst-Tagundnachtgleiche heißt im keltischen Jahreskreis Mabon und ist das zweite der drei Erntefeste. Nun wird das Obst geerntet, insbesondere Äpfel und Trauben. Heute sind Tag und Nacht gleich lang, von nun an werden die Nächte wieder länger sein als die Tage. Dass es nun wieder viel früher dunkel wird, ist leicht zu beobachten („Schau hin!“). Auf dem Land sieht man die abgeernteten Felder, auch in der Stadt verfärben sich nun die Bäume. Die reifen Früchte fallen uns überall vor die Füße.

Ein großer Teil der Ernte ist eingefahren. Man kann nun auf das Jahr zurückschauen und sehen, ob die persönliche Saat aufgegangen ist; Welche Projekte und Vorhaben Früchte getragen haben. Man kann die eigenen Erfolge feiern und sich gleichzeitig auf Kälte und Dunkelheit des Winters vorbereiten. Dazu gehört auch, sich von Dingen zu trennen, die überflüssig geworden sind. Von Saaten, die nicht aufgegangen sind, sowie von allem, das den Winter nicht übersteht, sollte man sich nun trennen: Das Leben findet ab nun wieder mehr innen statt: Im Haus, aber auch im persönlichen Innenraum.

Die Tagundnachtgleiche ist ein Symbol des Ausgleiches, daher eignet diese Zeit sich gut, um das eigene Gleichgewicht herzustellen oder ein Gleichgewicht in die unmittelbare Umwelt zu bringen; wir können jetzt für Ausgleich und Harmonie sorgen.

Im christlichen Jahreskreis wird das Erntedankfest gefeiert. Muss man für die Ernte dankbar sein? Einem Gott sicher nicht, aber auch der Natur zu danken, hieße doch, sich selbst sehr wichtig zu nehmen. Wir möchten der Natur nicht einmal im Jahr danken, sondern das ganze Jahr über achtsam mit ihr umgehen; verstehen, wie sie funktioniert und möglichst im Einklang mit ihr leben.

Wie feiern wir?

Was gehört dazu?

  • Blätter, Kastanien, Eicheln etc.
  • Nüsse
  • Kürbisse
  • Kerzen: dunkelorange oder braun
  • Blumen: Astern, Benzoe, Disteln, Eicheln, Eichenblätter, Salbei, Ringelblume, Farne und Geißblatt
  • Füllhorn
  • roter Apfel
  • Kerzen: braun, rot, gelb und grün

Was tun wir?

  • Sammeln von Natur-Deko (Blätter, Kastanien, Eicheln etc.)
  • Wenn es windig ist: Drachen steigen lassen
  • Wenn wir am Schnitterfest eine Kornpuppe gebastelt haben, wird sie jetzt verbrannt
  • Auch andere Dinge, die überflüssig geworden sind, können verbrannt werden
  • Wir binden einen Kranz aus Efeuranken, Eicheln und getrockneten Früchten, den wir an die Tür hängen
  • Räucherung zB mit Olibanum, Myrrhe, Sandelholz, Kiefernharz, Rosmarin oder mit Myrrhe, Salbei, Pinie, Sandelholz, Kiefer, Eichenblätter, Wacholder
  • Rückblick auf das Jahr und die persönliche Ernte
  • Wir machen uns „winterfest“ (gedanklich, aber auch die Wohnung, unsere Kleidung, unser Fahrrad etc.)
  • Wir schreiben Nicht-materielles, von dem wir uns trennen wollen, auf Zettel, die wir verbrennen (Sorgen, ungeliebte Eigenschaften, Gefühle)

Vorbereitungen am Vortag

  • Äpfel pflücken
  • Drachen klar machen

Was essen wir?

  • Kürbis, Zucchini
  • Obst: Äpfel, Birnen, Pflaumen, Trauben
  • Nüsse
  • Pilze
  • Wein
jahreskreis/herbst-tagundnachtgleiche.txt · Zuletzt geändert: 2013/11/30 15:29 von akolbe