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film:hauptsache_haltbar_-_gefaehrliche_verpackung

Hauptsache haltbar - Gefährliche Verpackung

Zusammenfassung

Die Dokumentation handelt von sogenannten Phthalaten, welche in hoher Konzentration in Lebensmitteln gefunden werden. Insbesondere hervorzuheben sind hier:

Dies sind Wandergifte, welche ähnlich wie Hormone funktionieren und somit Störungen der hormonellen Abläufe und des Immunsystems bewirken - sogar im Organismus eines ungeborenen Kindes!

DEHP soll eigentlich bis Oktober 2012 vom Markt sein, doch der weltgrößte Hersteller BASF verkauft es in Asien weiter fleißig und wir beziehen die Kunststoffe, ob der günstigen Preise, natürlich von dort.

Ca. 80% der europäischen Kindern nehmen mehr Phthalate zu sich, als Toxikologen für vertretbar halten. Der Weichmacher ist z.B. in der Kunstharzschicht von Konservendosen, in welche bei der Herstellung erhitzte Lebensmittel eingefüllt werden, wobei BPA aus dem Kunstharz austritt. Aber sogar Baby-Fläschchen enthalten BPA. Einzig Dänemark hat BPA in allen Kindernahrungsverpackungen verboten. Der Rest Europas diskutiert und lässt sich von der Chemie-Lobby beschäftigen.

Es existieren 14 von der Lobby finanzierte Studien, die eine Unbedenklichkeit feststellen. Und 153 öffentlich finanzierte Studien die zu einem ganz anderen Ergebnis kommen. Die EU hält an den Lobby-Studien fest, dank solcher Experten wie Frau Prof. Marie-Christine Favrot die im Bereich der Gesundheits- und Ernährungsrisikobewertung ihr bestes tut.

Doch bei Plastik ist noch längst nicht Schluss, auch bei Verpackungen aus Recycling-Pappe besteht durch Farben (recycled oder „frisch“) ein nicht unerhebliches Risiko. Hier finden sich Reste von giftigen Druckfarben aus Mineralöl, die auch Phthalate enthalten können.

Unser Fazit

In der Doku wird eine junge französische Familie gezeigt, der ältere der beiden Jungen leidet schwer unter Allergien - ausgelöst durch Phthalate. Nachdem die jung-dynamische Mama ihr Leid ausführlich klagen durfte, durfte das Kamera-Team dabei sein, als sie den Jungs lecker Reis aus dem Kochbeutel macht: Den Kindern schmeckt's!

Die Doku ist schon bedrückend: Der Großteil unserer Nahrungsmittel kommt in Plastik-Verpackungen daher, dessen Schädlichkeit unzweifelhaft feststeht. Die Industrie ist aufgefordert alternative Stoffe zu entwickeln, investiert aber lieber in Lobby-Arbeit. Wer mal eine schlecht gepflegt Website sehen will, soll sich die der Europäische Chemikalienagentur (ECHA) anschauen, die sind für die Durchführung zuständig.

Auch in diesem Bereich herrscht der an Dummheit grenzende Fatalismus, dass man ja eh nichts tun könne und selbst die Geschädigten sind nicht bereit, für sich selbst etwas zu ändern.

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film/hauptsache_haltbar_-_gefaehrliche_verpackung.txt · Zuletzt geändert: 2015/04/24 12:34 von hkolbe